Die Brutvögel

Nordrhein-Westfalens

logo NWO NWO
Nordrhein-
Westfälische
Ornithologengesellschaft
logo LANUV
-->
A+
A
A-

Baumpieper (Anthus trivialis)

Gefährdung / Schutz

Aufgrund der sehr stark negativen Bestandsentwicklungen wurde der Baumpieper in der Roten Liste in die Kategorie „Gefährdet“ eingestuft, in der Niederrheinischen Bucht und im Weserbergland gilt er sogar als „Stark gefährdet“ (Sudmann et al. 2008). Die Ursache des Rückgangs liegt im Lebensraumverlust in den Brutgebieten. Die Abnahme von Waldlichtungen und offenen Waldbereichen sowie die Eutrophierung der Landschaft sind die wichtigsten Faktoren. Eine Studie, die die Optimalhabitate aus der Wahner Heide mit aufgegebenen Flächen vergleicht, zeigt, dass ein Großteil der Habitate durch Aufforstung und fortschreitende natürliche Sukzession unbrauchbar geworden ist (Hübner 2009a, b). Die Entstehung neuer Lebensräume auf Kahlschlagflächen wird durch die Umstrukturierung der Forstwirtschaft verhindert, bei deren naturnaher Bewirtschaftung nur noch kleinflächige Hiebe durchgeführt werden.

Als Schutzmaßnahmen sind lichte Waldbestände und Waldblößen sowie Waldränder auf Magerstandorten zu erhalten bzw. zu fördern. Pflegemaßnahmen z. B. über Beweidung zur Eindämmung von Sukzessionsprozessen wirken sich positiv aus. So nimmt der über 200 Rev. umfassende Bestand in der Wahner Heide zu, was sicher mit den dortigen Pflegemaßnahmen zusammenhängt (Hauth & Skibbe 2010). Auch im Sauerland konnte nach maschineller Biotoppflege in Verbindung mit Beweidung ein Bestandsanstieg im NSG Neuer Hagen beobachtet werden (Legge 2009b). Positiven Einfluss haben auch Sturmschäden mit großflächigem Windbruch. Nach dem Orkan Kyrill im Jahre 2007 kam es in vorher dichten Waldbeständen zur Neubzw. Wiederbesiedlung.

Inhalt

Artenverzeichnis

Bitte geben Sie hier Buchstaben ein, um die Artenliste einzublenden.

Der Brutvogelatlas wurde unterstützt von

Artpate werden

Unterstützen Sie die Arbeit der NWO durch die Übernahme einer Patenschaft

Artpaten